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Treten ionisierte Strahlen, beispielsweise Röntgen- oder Gammastrahlen, in den Organismus des Menschen ein, kann dies eine Strahlenkrankheit zu Folge haben. Häufig sind solche Krankheiten nach Strahlungsunfällen oder Explosionen von Atombomben festzustellen.

Die Strahlensensibilität des menschlichen und tierischen Gewebes weisen bei ionisierenden Strahlen unterschiede auf.
Wie stark ein Organ oder das Gewebesystem eine Empfindlichkeit zeigt, liegt an der Lebensdauer der Funktionszellen und ist abhängig der Größe der Stammzellfraktion. Eine Strahlung hat nicht immer gleich das Absterben der Zellen, die bestrahlt worden sind zur Folge, denn vielmehr führt diese zu einem Verlust der Teilungsfähigkeit. So haben zum Beispiel die Haut und die Schleimhaut täglich eine hohe Zellaustauschrate. Schaltet die Strahlung nun den Nachschub der Stammzellen aus, wird die Haut in wenigen Tagen zerfallen sein. Bei Knochen, diese haben ein langsam austauschendes Gewebe, zeigen die Strahlenschäden erst nach Monaten ihre Wirkung. Aus diesem Grund wird auch bei Tumoren eine Strahlentherapie angewendet, denn dieses Gewebe hat einen schnellen Zellenaustausch und weist eine erhöhte Wachstumsfraktion auf.

Je nach Art der radioaktiven Strahlung ist auch die Ausprägung der einzelnen Strahlenkrankheiten. Des Weiteren ist die Ausprägung abhängig davon, ob eine Strahlung nur äußerlich auf den Körper einwirkt, oder ob inkorporierte radioaktive Stoffe im Inneren des Körpers wirken.

Wie stark der Körper einer Strahlung ausgesetzt wird, ist in „Gray“ angegeben und je nach Höhe dessen, entscheidet sich auch der Verlauf der Strahlung und bildet die einzelnen Symptome der Strahlenkrankheit.

Durch die Erfahrungen der in Hiroshima und Nagasaki erfolgen Atombombenexplosionen, der in Tschernobyl nuklearen Unfällen sowie der Atomwaffentests und den Atomkraftwerken konnten wichtige Erkenntnisse über die Strahlenkrankheit herausgefunden werden. Es ist in der heutigen Zeit möglich abzuschätzen, wann die Symptome einsetzten, wie hoch die Zahl der Erkrankten im Vergleich zu den verstrahlten Menschen ist und auch, wie lange diese dauert und welche Langzeitrisiken die Strahlenkrankheit mit sich bringt.

Bei der Strahlenerkrankung wird zwischen akuten, somatischen Strahlenschäden und nicht akuten somatischen Strahlenschäden unterschieden.

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