FAQ

Welche Strahlenkrankheiten gibt es?
Die Strahlenkrankheiten richten sich immer nach Dosis, mit welcher die Strahlen auf den Körper einwirken. Wenn die Strahlen mit 0 – 10 Gy einwirken, kann eine Heilung erfolgen. Die Symptome sind unterschiedlich. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen, Magen- und Darmproblemen, Appetitlosigkeit, Haarausfall, blutigen Durchfall, Fieber, den Verlust von weißen Blutkörperchen und zu Müdigkeit kommen. Eine sofortige Behandlung ist bei einer Strahlenkrankheit immer erforderlich, damit die Wirkung der Strahlen im Körper nachlässt. Zuerst wird mit der Dekontamination begonnen, damit die radioaktiven Substanzen entfernt werden. Um zu verhindern, dass sich die Substanzen auf speziellen Organen anlagern, wird dem Patienten Iod verabreicht, um die Schulddrüse zu sättigen. Würde dies nicht geschehen, könnte der weitere Verlauf der Strahlenkrankheiten die Krebserkrankung zur Folge haben.

Solange eine Heilung möglich ist, werden im Weiteren die Schäden im Blut, durch Bluttransfusionen und Stammzellentransplantationen behoben. Um die Blutregeneration schneller in den Griff zu bekommen, werden häufig Vitaminpräparate verabreicht. Ebenfalls werden der Flüssigkeitsverlust und der Elektrolytverlust ausgeglichen und die Schäden der Haut repariert. Die muss schnell geschehen, denn durch die Bestrahlung ist das Infektionsrisiko sehr hoch. Hierfür bekommt der Patient Antibiotika.
Ist die Strahlungsdosis höher als 10 Gy, kann eine Heilung nicht stattfinden. Es ist lediglich möglich Schmerzmittel zu geben, um die Schmerzen zu stillen.

Wie wirken die Strahlen auf den Stoffwechsel?
Wenn eine Bestrahlung auf den Körper einwirkt, kann sich dies bei dem Proteinstoffwechsel so auswirken, dass dieser vollständig zerstört wird. Die Fähigkeiten im Organismus lassen nach und das Immunsystem wird geschwächt.
Auch der Kohlehydrat- und Energiestoffwechsel kann betroffen werden, allerdings sind diese relativ strahlenresistent, weil Insulin und Glucocorticoide die Stoffwechselschritte steuern. Außerdem sind die Atmungskette und der Zitronensäurezyklus umempfindlich gegen Strahlen.
Ionisierende Strahlen wirken auch auf den Fettstoffwechsel. Die Doppelbindung in den Fettsäuren wird aufgespalten und die Durchlässigkeit der Membrane dadurch gestört. Es kann auch zu einer Erhöhung der Fettsäuresynthese kommen. Die Spätfolgen sind eine „Verfettung der Organe“.
Im Hormonsystem wirken die Belastungen der Strahlen lediglich auf die Nebennierenrinde. Hierbei wird die Hormonproduktion stimuliert und kann als Anpassung auf das Stressgeschehen gewertet werden. Ein indirekter Effekt ist die Beeinflussung der andren Hormone, beispielsweise Histamin und Adrenalin. Diese werden durch den körpereigenen Mechanismus für die Regulation angetrieben.

Was passiert mit dem Kind im Mutterleib bei der Bestrahlung?
Ist eine schwangere Frau ionisierenden Strahlen ausgesetzt, kann dies bei dem Kind im Mutterleib zu Fehlbildungen und auch zu Entwicklungsstörungen führen. Außerdem wird dieses Kind zu den Personen gehören, bei denen das Risiko für eine Krebserkrankung oder Erkrankung an Leukämie erhöht ist. So muss beispielsweise auch bei ärztlichen Behandlungen der Frauen mit Strahlungstherapien immer ausgeschlossen werden können, dass keine Schwangerschaft vorliegt. Aus diesem Grund wird auch eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, wenn die Frau schwanger ist. Die Strahlenbehandlung wird dann verschoben.

Sind Krebs und Leukämie die häufigste Folge der ionisierenden Strahlen?
Es ist nachgewiesen, dass die ionisierenden Strahlen die Auslösung von Krebs und Leukämie haben. Es ist an zahlreichen Menschen, die einer Strahlenexplosion ausgesetzt waren, untersucht worden. Für diese Untersuchungen sind die Überlebenden der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki, aber auch Personen zur Studie hinzugezogen und untersucht worden, die bei der beruflichen Tätigkeit den Strahlen ausgesetzt sind. Meist ist der Krebs erst nach vielen Jahren erkennbar, denn dieser entsteht nur sehr langsam. Die Auswirkung des Krebses im Körper kann durch die Strahlen in allen Organen und Geweben auftreten.

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