Akute und nicht akute somatische Strahlenkrankheit und die Symptome

Tritt nach der Strahleneinwirkung eine körperliche Veränderung innerhalb von wenigen Minuten bis zu 90 Tage auf, wird von der akuten somatischen Strahlenkrankheit besprochen. Die Magen-Darm-Schleimhaut, das Knochenmark und das Gewebe sind dann betroffen. Es kann allerdings nur zu akuten Strahlenkrankheiten kommen, wenn der Körper mehr als 30 Prozent und mit über einem Gray bestrahlt worden ist. Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Schweißausbrüche treten dann schon nach nur wenigen Minuten auf. Von der Ganzkörperdosis ist der weitere Verlauf und auch die Überlebenswahrscheinlichkeit abhängig.

Je nach Gray verändert sich der Körper und die einzelnen Krankheitsbilder der Strahlenerkrankung ist bei den Patienten unterschiedlich. Wird der Körper von mehr als einem Gray bestrahlt, das Blut, dass das Knochenmark bildet, und die Lymphozyten einen Schaden nehmen und führt zum Rückgang der Blutzellen, was wiederum Blutungen und Infektionen zur Folge haben kann. Liegt die Dosis bei maximal zwei Gray, ist eine erfolgreiche Behandlung sehr wahrscheinlich, bei bis zu fünf Gray ist eine Erholung noch möglich. Wenn die Dosis der Bestrahlung zwischen zwei und zehn Gray liegt, kann die Überlebenszeit sehr schnell abnehmen. Rund 50 Prozent der bestrahlten Personen mit vier Gray sterben an der akuten Strahlenkrankheit in bis zu 30 Tagen.

Zu einem so genannten gastrointestinalem Syndrom führt es, wenn die Bestrahlung bei über fünf Gray liegt. Die führt zu Schäden der Epithelschicht beim Verdauungstrakt und macht sich mit Durchfall und auch Erbrechen bemerkbar. Dies hat dann wiederum den Flüssigkeitsverlust im Körper zur Folge. Ist eine derartige Strahlenerkrankung eingetreten, kann davon ausgegangen werden, dass innerhalb von 10 bis 4 Tagen die betroffenen Menschen streben. Wirken die Strahlen mit über 20 Gray auf den Körper ein, werden zusätzlich die Nervenzellen geschädigt, was zu starken neurologischen Ausfällen, beispielsweise Tremor, Koma oder Krampfanfällen, führt. Sind Personen derart stark bestrahlt worden, werden diese in nur wenigen Tagen, bei einer Bestrahlung mit über 100 Gray in nur wenigen Stunden sterben.

Wie allerdings die einzelnen Bestrahlungen wirken können, hängt, wie gesagt, von den Körpern der jeweiligen Personen selbst ab, denn sind schon vorangegangene Schädigungen des Gewebes, des Knochenmarks oder der Magen-Darm-Schleimhaut, ohne das eine Bestrahlung stattgefunden hat, aufgetreten, kann beispielsweise die Bestrahlung mit einem Gray schlimmere Folgen haben, als bei den Menschen, bei denen keine solchen Krankheiten im Vorfeld vorhanden waren.

Von einer nicht akuten somatischen Strahlenkrankheit wird dann gesprochen, wenn die Veränderungen des Körpers erst nach mehr als 90 Tagen nach der Bestrahlung eintreten. Hiervon ist besonders das Gewebe betroffen, das spät reagiert. Hierzu gehören die Bindegewebszellen und das Gefäßsystem. Es gibt verschiedene Strahlenkrankheiten, die chronisch werden. Unter anderem äußern sich diese durch Geschwüre, vermehrten Wachstum des Bindegewebes und auch Arteriosklerose. Haut, Lunge, Nieren, Gehirn und Leber sind in den häufigsten Fällen betroffen. Wie lange die Strahlungsdosis eingewirkt hat, spielt weniger eine Rolle. Wie hoch allerdings die Einzelbestrahlungsdosis war, ist ausschlaggebend für die darauffolgende Strahlenkrankheit. Eine der gravierendsten Folgen ist das erhöhte Risiko für Krebs. So war beispielsweise auch in Hiroshima die Erkrankung an Leukämie und anderen Arten von Krebs deutlich erhöht. Be der nicht akuten Strahleneinwirkung kann es außerdem zu Organschäden, beispielsweise Katarakte, besser bekannt unter grauer Star, eine Schilddrüsenunterfunktion oder auch eine Verzögerung des Wachstums bei Kindern auftreten.

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