Therapiemöglichkeiten bei Strahlenkrankheiten

Patienten, die durch Bestrahlungen an Strahlenkrankheiten leiden, können je nach Schweregrad der Krankheit therapiert werden. Allerdings ist es, wie unter „Einzelne Strahlenkrankheiten nach Gray (Gy)“ nicht bei allen Krankheitsbildern möglich, eine erfolgreiche Therapie durchzuführen.

Zuerst ist es bei der Strahlenerkrankung Priorität, dass die Zeit der Wirkung der radioaktiven Substanzen, die auf den Körper einwirken, verkürzt wird. Aus diesem Grund erfolgt auch immer zuerst die Entfernung der Substanzen, auch Dekontamination genannt. Auch wird Iod zugeführt, um die Schilddrüsen damit zu sättigen. Grund hierfür ist, dass bestimmte radioaktive Nuklide sich in speziellen Organen anlagern und eine Krebserkrankung zur Folge haben könnten. Sind diese zwei Behandlungen durchgeführt worden, kann erst die Behandlung der hämatomischen Schäden, die Schäden im Blut, erfolgen.

Dies geschieht mit Substitutionstherapien, beispielsweise Bluttransfusionen oder Knochenmarkstransplantationen. Auch ist die Behandlung mit Stimulationstherapien möglich. Hierbei werden Vitamine verabreicht, welche die Regenaration des Blutes anregen.

Des Weiteren gilt es, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Auf Grund des hohen Infektionsrisikos gehört zu den Therapien der Strahlenkrankheit auch die Behandlung der Hautschäden. In der Regel erfolgt diese nach Dekontamination und werden mit Salben, Puder oder Ähnlichem behandelt und verbunden. Um Infektionen zu verhindern, wird eine Begleittherapie unumgänglich sein. Diese erfolgt mit Antibiotika. Da die Strahlenkrankheit mehrere Jahre dauern kann und auch psychische Probleme keine Seltenheit sind, ist die psychische Betreuung notwendig und wird bei allen Patienten veranlasst. Ist eine vollständige Genesung nicht möglich, werden Strahlenkrankheiten, die in jedem Fall zum Tod führen mit einer schmerzlindernden Therapie behandelt, sodass die Patienten weniger leiden müssen.

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